Leben im Mittelalter

Leben im Mittelalter

Ernährung:
90 % der Menschen im Mittelalter lebten auf dem Land von Viehzucht und Ackerbau. Hier wurden vor allem Hülsenfrüchte und Kohl angebaut. Das Grundnahrungsmittel stellte Getreide dar, woraus sie Brot oder Getreidebrei herstellten.
Zu den verwendeten Gewürzen zählten Bohnenkraut, Petersilie, Koriander und Dill. Salz war ganz selten.  Besonders wertvoll waren Pfeffer, Gewürznelken und Safran, da sie aus dem Mittelmeerraum importiert wurden und sehr teuer waren. Es gab diese Gewürze daher nur in reichen Küchen.
Honig war im Mittelalter der einzig bekannte Süßstoff. Auch dies war der reichen Gesellschaft vorbehalten. Das gleiche galt für Fleisch. Die einfachen Bürger konnten es sich nicht leisten, ihre Tiere zu schlachten, da Kühe, Ziegen, Schafe und Hühner andere wichtige Nahrungsmittel lieferten, wie Eier und Milch.
Die Menschen waren stärker als heute vom Wetter abhängig. Im 8. und 13. Jahrhundert folgten auf trockene Episoden Hungersnöte.
 

Lebensbedingungen:
Die Menschen hatten damals häufig Mangelerscheinungen und waren anfällig für Krankheiten. Beengte Lebensverhältnisse und schlechte hygienische Bedingungen begünstigten das Entstehen von Erkrankungen. Häufige Krankheiten waren Cholera, Typhus, Lepra, Malaria (besonders in italienischen Sumpfgebieten), Rheuma und Erkältungen.
Ihre Holzhütten oder -häuser bestanden meist nur aus einem Raum, in dessen Mitte sich eine Feuerstelle befand.
Die Kleidung war einfach und bestand aus Leinen. Pelze waren wieder ein Gut, das nur für die höheren Schichten bestimmt war.
Das Durchschnittsalter der Menschen im Mittelalter betrug ca. 30 Jahre. Man darf dabei nicht vergessen, dass es durchaus auch von der Schicht abhängig war, mit welcher Lebenserwartung man zu rechnen hatte. Allein die Ernährung und die Arbeitsweise trugen einen Großteil dazu bei.
Geburten stellten für jede Frau ein Risiko dar. Nicht selten erkrankten Frauen an Kindbettfieber, was damals tödlich endete. Auch die Kindheit war damals ein kritisches Alter. Hatte man die Kindheit und Jugend jedoch gut überstanden, hatten die Männer eine Lebenserwartung von 47, die Frauen ein Alter von 44.
Auch die Körpergrößen waren abhängig von der jeweiligen Schicht. Im Hochadel konnte ein Mensch nicht selten eine Größe von 1,75m bis sogar 1,80m erreichen. Die Menschen in den unteren sozialen Schichten waren in der Regel kleiner.