Tydal: 01.08.2014 - 03.08.2014

Dieses Jahr hatten wir also schon ein wenig mehr Lagererfahrung und auch Zelte mit im Gepäck als im letzten. Wir kannten viele Menschen schon und so wurde zu Beginn eine Begrüßungsrunde über den Platz gedreht. Das Wetter meinte es das ganze Wochenende über gut mit uns, manchmal etwas zu gut, denn es war ziemlich heiß.


Besonders gut meinten es auch unsere Gäste. Unser Lager war sehr gut besucht. Die halbe Familie war da und Bekannte schauten auch vorbei, sodass das eingeplante Essen und besonders auch der Sitzplatz sehr begrenzt war. Falco von der Treene bekam von alldem gar nicht viel mit. Er hatte sich dieses Jahr zum Bogenschieß-Turnier angemeldet. Dieses Turnier nahm allerdings sehr viel Zeit in Anspruch, sodass seine Verlobte sich ab und zu mal mit ein wenig Saft oder Wasser bei ihm blicken ließ. Falco kam dann abends etwas erschöpft und mit rotem Kopf von der Sonne zu uns ins Lager zurück. Gewonnen hatte er zwar nichts, aber er hatte einen guten 5. Platz erzielt und das bei schon nicht wenigen Schützen. Die Ziele waren zudem auch nicht alle ganz einfach.




Die Abende waren wieder unterhaltsam, sowohl in der Gruppe als auch mit den anderen Nachbarlagern. Wir erfanden neue Lieder, in denen wir sangen und Instrumente mit unseren Mündern imitierten. Nun, berühmt werden wir damit sicherlich nicht, aber wir hatten unseren Spaß. Dazu begleitete uns der Met ganz eifrig und auch die Shisha wurde herausgeholt. Es war so unterhaltsam, dass sogar die beiden Mädels der Truppe zum ersten Mal lang wach bleiben konnten.

Und dann kam der Moment, in dem Annica die Fröhliche gar nicht so schnell gucken konnte wie es passierte. Wir lagerten direkt neben einem Schlachtfeld, wie wir herausfanden. Die Situation erinnerte ein wenig an die Gezeiten: Erst war unser Lager brechend voll und plötzlich war es wie leer gefegt. Nur noch Annica saß dort und schob Wache, während alle anderen der Masse folgten, die sich zum Schlachtfeld begab. Wie auch im Vorjahr durften ein paar Männer der Schöpfung aus unserem Lager die Königin Margarethe beschützen und als Leibgarde in einem kurzen Stück mitspielen, in dem die Königin durch einen Hinterhalt vom Thron gestürzt und unsere drei Jungs leider ermordet wurden. Aber heldenhaft wie sie sind, starben sie sogar am zweiten Tage des Mittelalterfestes ein noch einmal bei dem Versuch die Königin zu beschützen. Das nenne ich Loyalität! Arne war als Leiche sehr überzeugend, die Hitze unterstütze ihn darin einfach liegen zu bleiben und der Dinge zu harren, die dort vielleicht noch kommen mochten. Während Helge es sich nicht nehmen lassen konnte, doch einmal zu schauen was denn nun noch so passierte. Von Lord Olaf konnte man leider nicht viel sehen von unserem Standpunkt aus. Er war sehr heimlich in der Ecke gestorben, sodass er von der Masse der Angreifer meistens verdeckt wurde. Aber so wie wir unseren Lord kennen, hat er auch das Sterben für seine Königin wahrscheinlich mit viel Genauigkeit und Hingabe hinter sich gebracht.
Auf dem Bild ist Lord Olaf mit vollem Einsatz zu erkennen. Zumindest, wenn man weiß, dass er es ist, denn er trug dieses Mal eine Kettenhaube. Arne läuft auf dem Bild links in rot und Helge rechts in weiß.



Inzwischen müssen wir auch noch Zeit einplanen, um uns zu verabschieden. Denn es wird ja doch hier und da noch ein Wort gewechselt, vor allem weil wir die meisten von ihnen wahrscheinlich erst im nächsten Jahr wiedersehen würden. Denn bis auf ein Tagesbesuch in Süderbraup, stand dann erstmal die lange lange Winterpause bevor.


Tydal: 26.07.2013 - 28.07.2013

Am letzten Wochenende des Julis trafen wir uns gemeinsam mit den beiden Besitzern der Irish Wolfhounds von der Tielenau,um das Wochenende gemeinsam in Tydal zu lagern. Es war ein wunderbares Wochenende!

Der Freitag war dem Aufbau und ersten Kennenlernen der Mitlagerern gewidmet. Es ist interessant wie unterschiedlich die drei Zelte doch waren. Sowohl von außen, als auch von innen. Da Diana und Manolo ja auch noch ihre vierbeinigen Freunde dabei hatten, hatten diese sogar eine Speisekammer. Eigentlich war das ein abgetrennter Bereich, aber die Hunde haben das mit der Grenze nicht so eng gesehen.
Am Freitagabend musste die Lagergemeinschaft etwas länger auf das Abendbrot warten. Nicht nur, dass Juliana die Kleine relativ spät im Lager aufkreuzte, sie sorgte auch für ein Schmunzeln, da sie es mal wieder geschafft hatte, die Kutsche ihres Verlobten außer Gefecht zu setzen. Dank Lord Olaf von Angeln konnte das Gefährt aber wieder mit schweißtreibender Arbeit fit gemacht werden und das Grillen konnte beginnen. Da wir offenbar alle Angst hatten zu verhungern, hatten wir auch viel zu viel Fleisch gekauft. Aber irgendwas muss man ja schließlich auch frühstücken. Wobei, dran gehalten hat sich dann nur Sir Sigmar und sich ein Stück Fleisch auch am nächsten Tag noch zu Gemüte geführt. Geplant waren auch Folienkartoffeln. An der Umsetzung scheiterten wir diesmal allerdings noch. Beschreiben wir den Geschmack mal als rauchig im Abgang und von der Optik her gab es außen ein freundliches und einladendes Schwarz und Innen ein frisches Braun. Nunja, daran müssen wir also noch arbeiten. Aber dank Diana und Manolo hatten wir am nächsten Tag ein fantastisches Lageressen!

Das Gelände lud dazu ein sich wohlzufühlen und abzuschalten und sich zu verlaufen. Zumindest mit weiblichen Orientierungssinn klappte es ganz gut, mal an einem Baum falsch abzubiegen. Die Stimmung auf dem Gelände war entspannt und fröhlich, ein angenehmes Miteinander. Die Zeit floss in einem wohltuenden Tempo, das gar keinen Stress zuließ. Man hatte das Gefühl, die Zeit sei zurückgedreht worden. Es waren einige bereits bekannte Gesichter aus Struxdorf dort, aber auch neue Menschen konnte man dort kennenlernen. Das Kennenlernen wurde dann auch gleich am zweiten Abend gründlich gefeiert. Nach dem Abendbrot wurde es im Laufe des Abends und der Nacht immer voller unter unserer Lagerplane. Wohl in mehrerer Hinsicht. Bis morgens um fünf wurde geredet, gelacht und sich ausgetauscht. Und eine Stunde später war es dann schon wieder Zeit für Olaf von Angeln, sich seiner inneren Uhr zu beugen und aufzustehen. Vorteil für den Rest der Truppe: Es gibt zumindest heißes Wasser nach dem Aufstehen und damit auch Kaffee und Tee.

Wir haben allerdings während der Lagerei auch ein Phänomen festgestellt, das diesmal besonders gut zur Geltung kam und uns beim letzten Mal wohl gar nicht so bewusst gewesen war. Unser Tisch steht permanent voll mit allem! Zum einen haben wir ja Annica die Fröhliche, die für Dekoration sorgt. Das ist ja auch gut so und gibt Flair. Aber der Rest....  Schüsseln und kleine Truhen, diverse Glimmstängel-Schachteln, gebrauchte Becher und Teller, Krüge (voll und leer), Lampen, Flaschen und was sonst noch gerade irgendwo anders im Weg stand. Erstmal auf den Tisch damit! Bei Diana und Manolo sah es immer top aus. Wie auch immer sie das geschafft haben... Ob das wieder die Pilger waren?

Das Lagerleben hat auch ein neues Spiel geboren: "Wadde ma!"
Hier ist Geschicklichkeit gefragt! Man greife mit dem großen Zeh einen Tannenzapfen und werfe ihn so weit wie möglich von sich. Wer am weitesten kommt, der hat gewonnen. Es sind auch andere mit dem Zeh greifbare Gegenstände erlaubt. Aber es muss immer angekündigt werden mit: "Wadde ma!"
Es gibt verschiedene Ausführungen. Neben dem Weitwerfen gibt es auch die Disziplin Ritterhelme umzukippen, hoch zu werfen oder den Zapfen von hinten über die Schulter fliegen zu lassen. Klingt simpel, macht aber tatsächlich Spaß!

Eine angenehme Abwechslung waren auch die Spaziergänge mit den Irish Wolfhounds Bryanna, Woody, Artus und Connie. Ein echter Blickfang sind diese Tiere im Lager schon. Aber beim Gassigehen über den Platz wurden die Blicke der anderen magisch angezogen.
Auch Wega durften wir noch kennenlernen, wenn auch nur für kurze Zeit.

Am zweiten Abend kam eine leichte Unruhe im Lager auf, da ein paar Kilometer weiter ein heftiger Wetterumschwung wütete. Manch einer aus anderen Lagern nahm es mit der Vorsicht etwas sehr genau. Im Endeffekt gab es einen ordentlichen Schauer. Sowohl an dem Tag, als auch in der Nacht mit ein bisschen Grollen vom Himmel, aber unser Lager hielt dem Wetter stand. Ein paar kleine Tropfen hielt die Plane dann zwar nicht stand und auch im Zelt lief ein wenig Wasser über den Boden, aber im Großen und Ganzen sind wir trocken geblieben. Außer Diana, die hat sich ständig duschen lassen von dem Wasser, was sich auf dem Zeltdach sammelte.

Die Feuershow wurde auch von ein paar größeren Tropfen begleitet. Wenn auch das Team noch nicht ganz aufeinander eingespielt war, so war die Show dennoch recht unterhaltsam. Wir selbst boten wieder das Kinder-Armbrust-Schießen und Speerwerfen für größere Kinder und Erwachsene an. Die Werbetafel dafür überforderte die Schreiberin zwar etwas, aber im Endeffekt half es doch, einen gewissen Betrag zusammen zu sammeln, den wir größtenteils dem Veranstalter spendeten.

Im Übrigen waren all die Gedanken um eine mögliche Beschäftigung für den Markt hinfällig geworden. Es kam nicht einmal das Bedürfnis auf, sich hinzusetzen uns sich dem ausgewählten Handwerk zu widmen. Das Lagerleben hatte auch ohne gezielte Beschäftigung genug, was es zu sehen gab und wenn nicht, dann genoss man einfach das Dasein und die Entspannung.
 


Unser Lager

 

Schoßhündchen am Kuscheln!


Leibwache für die Königin